Turm frontal
Luftbild
Speicher
Atelier
Das Industrie-Denkmal

Der Wasserturm Hohenbudberg in der ebenfalls denkmalgeschützten Eisenbahnsiedlung von Rheinhausen-Friemersheim steht am Rande des Naturschutzgebietes Friemersheimer Rheinaue im äußersten Süd-Westen der Stadt Duisburg an der Stadtgrenze zu Krefeld-Uerdingen.

Wegbeschreibung (Google Maps)

Auf dem Gebiet des stillgelegten Verschiebebahnhofs Hohenbudberg liegt heute auf Duisburger Seite das Gewerbegebiet Hohenbudberg. Der Ortskern Hohenbudberg mit der Kirche St. Matthias aus dem Jahr 1150 liegt auf dem Stadtgebiet von Krefeld-Uerdingen.

Der Der 35 Meter hohe Doppel-Wasserturm am Rangierbahnhof diente zur Versorgung von Dampfloks mit gereinigtem Rheinwasser und wurde 1915/16 von den Architekten Gebrüder Rank aus München errichtet.

Architektur des Doppel-Wasserturms
Presse- und Literaturhinweise
Soundprobe Saxophon im Speicherbehälter (MP3-File)
Bilder-Galerien

Der Verschiebebahnhof Hohenbudberg ist 1906 aus dem Uerding-Vorbahnhof von 1902 hervorgegangen und erreichte um 1932 seine volle Ausdehnung mit 3,2 km Länge von der Hohenbudberger Unterführung bis zum Friemersheimer Kruppsee und 0,5 km an der breitesten Stelle mit 73 Gleisen nebeneinander.

Verschiebebahnhof Hohenbudberg (pdf)

Für den Rangierdienst gab es 80 Dampflokomotiven, es wurden 200 bis 300 Züge mit 3.500 Wagons, zu Spitzenzeiten bis zu 5.000 Waggons, zusammengestellt.
Rund 1.150 Beschäftigte zählte der zweitgrößte Güterumschlagplatz Deutschlands und zum "Mittelpunkt zwischen Niederreihn und dem Ruhrgebiet" (Hans Peter Piepers).

Wegen seiner militärischen Bedeutung im 2. Weltkrieg stark zerstört, bot der Wiederaufbau zusätzliche Arbeit für viele Vertriebene aus dem Osten und die Eisenbahnsiedlung wuchs weiter, bis 1957 der Rangierbetrieb durch die zunehmende Güterverlagerung auf die Straße nachließ.
Nach der Elektrifizierung von Strecken und Terminal verlor der Wasserturm Hohenbudberg nach 1965 schnell an Bedeutung. Der Rangierbahnhof wurde 1983 herabgestuft, der letzte Zug verließ den Bahnhof 1986.

Die Stadt Duisburg dehnte ihre linksrheinische Grenze 1975 über Rheinhausen-Friemersheim und die Eisenbahnsiedlung hinaus aus. 1988 erwarb die Landesentwicklungsgesellschaft das Gelände des Verschiebebahnhofs.

Der Wasserturm Hohenbudberg wurde bereits 1964/70 mit der Einstellung des Dampfbetriebs schrittweise außer Betrieb genomen, später von dem Architekten Harald Jochums privat übernommen und restauriert und ab 1981 für Wohnungen, Büros und Ateliers neu genutzt.